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Die Lonskedüne
von Rainer Hasse, Mainz
Westlich von Leba - auf den Nehrungen zwischen
Garder- und Lebasee und der Ostsee - erstrecken sich auf einem Gebiet von 50
km riesige Wanderdünen. Sie liegen in einem der vielen Nationalparks Polens,
dem Slowinski Nationalpark, ein Weltbiosphärenreservat der UNESCO mit
ausgefallener Fauna und Flora.
Von der 42m hohen Lonskedüne (Gora Lacka) hat man einen faszinierenden
Blick auf die Ostsee und den Lebasee (Jezioro Lebsko). Die Düne wandert nach
Meinung von Wissenschaftlern erst seit 1500 pro Jahr 10 m und begräbt unerbittlich Bäume
und Wald unter sich. Gigantisch ist der Anblick der Baumstümpfe, die die
niemals rastende Düne wieder freigibt - ebenso faszinierend ist das
Versanden ganzer Baumgruppen, die die Düne jahrelang nicht mehr hergeben
wird.
Wer Leba besucht, kommt nicht umhin, diesem Schauspiel der Natur zuzusehen.
Man fährt mit dem Auto bis zu einem Parkplatz bei Rabka. Bei dem Forsthaus
von Rabka beginnt die Wanderung zur Lonskedüne (Eintritt 2-3 złote).
"Fußmüde" können bis zum Raketenversuchsgelände (1941-1945) einen kleinen
Elektrobus benutzen oder sich mit einem Pferdewagen bis zur Lonskedüne
fahren lassen. Das Museumsdorf
Klucken von Willi Gillmann, Kiel
Das Museumsdorf Klucken (Kluki) liegt
auf dem Gebiet des Slovinzischen Nationalparks und besteht seit 1963 als
musealer Bauernhof. Relikte der materiellen Kultur und die Traditionen der
evangelischen Leba-Kaschuben sind hier erhalten geblieben. Das Freilichtmuseum umfaßt
ca. 10 ha Fläche mit 20 Objekten: 7 Bauernhöfe, 7 kleine Viehställe, 2
Scheunen, 2 Backöfen, Lager für Boote und Fischergeräte und eine
Fischerhütte. Weitere Bauten sind geplant. Zum Museumsdorf gehört der 2730
qm große Friedhof Kluki aus dem 18.Jh. mit seinen etwa 80 gut erhaltenen
"kaschubischen Kreuzen" und dem auf einer Anhöhe inmitten des Friedhofs
stehenden steinernen Obelisk, der als deutsche Soldaten im 1.Weltkrieg gefallenen, namentlich
genannten 16 Einwohnern des Dorfes gewidmet ist.
Der Leuchtturm "Stilo" von Manfred
Lawrenz, Heidenau
Von alters her erstreckte sich das Lebaer Stadtgebiet in östlicher Richtung,
entlang der Ostsee, allerdings unter dem Namen Leba-Boor.1784 wurde hier, um
dieses Gebiet nicht unbeaufsichtigt zu lassen, ein Zweifamilienhaus gebaut.
Die ersten Pächter waren Michael Stylow und Jacob Adrian. Mehrere
Generationen der Familie Stylow blieben hier bis zum Jahre 1861 wohnhaft.Der
Name der Ansiedlung wandelte sich im Laufe der Zeit von Leba-Boor und Stylow
in Stilo-Katen, bis auf die reduzierte Bezeichnung "Stilo". In den Jahren
1904-1906 wurde hier, ca. 1000 m vom Ufer der Ostsee entfernt, auf einer
etwa 42 m hohen Düne, der heute noch in seinen ursprünglichen Farben, -
Schwarz, Weiß, Rot, - existierende Leuchtturm errichtet. Er ist 34 m hoch.
Damit befindet sich das Leuchtfeuer in einer Höhe von etwa 75 m über dem
Meeresspiegel. Die Reichweite beträgt ca. 24 Seemeilen (44 km). Das erste
Leuchtfeuer bestand aus einem Gaslichtbrenner mit Spiegel und Prisma. Später
wurde die Lichtquelle durch Glühlampen ersetzt, heute sind es
Halogen-Lampen. Ein Notstromaggregat und Akkumulatoren stehen für den
Havariefall zur Verfügung. Für den Betrieb des Leuchtturms waren früher 4
Personen, meistens Familienmitglieder zuständig. Der letzte deutsche
Leuchtturmwärter war bis 1945 Oskar Thoms. Seit Mitte 1992 kann der Leuchtturm wieder
besichtigt werden.
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7.8.2004
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